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Im Rheinischen Wappenbuch (von Rolf Nagel, Köln 1987) steht folgende Erläuterung zum Sankt Augustiner Stadtwappen: |
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Warum so spät? Bis 1920 durften in Preussen die sogenannten Landgemeinden kein Wappen führen. Am 17.09.1934 fragte der Landrat des Siegkreises bei allen kreiszugehörigen Kommunen nach, ob man ein Wappen einführen wolle. Das Amt Menden kündigte einen Entwurf bis zum 01.01.1935 an. |
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Welches Motiv aber sollte man nehmen? Schließlich bat man das preusßsche Staatsarchiv Düsseldorf um Hilfe, das folgendermaßen antwortete: „Die zum Amt Menden gehörenden Gemeinden waren ... im Bergischen Amt Blankenberg zusammengeschlossen. Neben dem Grafen und Herzog von Berg hatte die Abtei in Siegburg in verschiedenen Orten Rechte. So stand ihr zum Beispiel in Menden ... durch Erzbischof Anno II. seit ihrer Gründung ... ein Drittel der Kirche zu. Auch die Kirche in Niederpleis erscheint unter den Schenkungen des Hl. Anno. ... außer den Symbolen der Landesherren und des Inhabers des Kirchenpatronates kommen die Wappenmotive der bereits 1139 erscheinenden ehemaligen Grund- und Burgherren von Menden (ein blau zu silbern geschachtes Feld von 8 zu 8 Plätzen) und in zweiter Linie die seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Niederpleiser Burg befindlichen Herren von Lüninck (ein Sperling) in Betracht.“ |
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Im Schildhaupt des geteilten Schildes ein schreitender, roter Bergischer Löwe in silbernem Feld als Symbol der Zugehörigkeit zum Bergischen Land, im unteren Teil als Wappenmotiv der Herren von Menden ein silber und blau geschachtes Feld von 8 zu 8 Plätzen. |
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Ein geteilter Schild, im oberen Teil ein wachsender Bergischer Löwe, im unteren Teil das Wappenmotiv der Herren von Menden. |
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Ein Schild mit einem steigenden Bergischen Löwen, der in seinen Pranken den Schild der Herren von Menden betreut. In der oberen rechten Ecke des Schildes der von Lüninck’sche Sperling. |
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Schließlich wurde Vorschlag 1 ausgewählt. Das Amt Menden erhielt am 04. Januar 1936 offiziell das Recht, dieses Wappen zu führen. Nach dem 2. Weltkrieg durfte es bis 1948 nicht im Dienstsiegel der Gemeinde benutzt werden. Statt dessen wurde das Rheinland-Wappen angeordnet. 1969 übernahm die Gemeinde Sankt Augustin das Wappen, ebenso wie 1977 die Stadt Sankt Augustin. |
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Ein Kuriosum: 1978 fiel auf, dass das benutzte Wappen nicht ganz den heraldischen Anforderungen genügte. Bei der Bewehrung hatte man vergessen, die Krallen ebenfalls in Blau darzustellen. |