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Bei dem Sankt Augustiner Taler handelt es sich um eine Medaille – und nicht um eine Münze. Eine Münze ist oder war stets ein Zahlungsmittel. Die Medaille, gegossen oder geprägt, wird aus den unterschiedlichsten Anlässen (z. B. Jubiläen) hergestellt. 1973 war es soweit: Der erste Sankt Augustiner Taler konnte in einer Auflage von 500 Stück präsentiert werden. Er hat einen Durchmesser von 40 mm, wiegt 26 Gramm und ist aus reinem Feinsilber geprägt. Für 34,50 DM konnte man ihn erwerben.
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Die Medaille zeigt im Avers (Vorderseite) Aurelius Augustinus, den Heiligen Augustinus, 354 bis 430, der 1969 bei der Namensgebung der damaligen Gemeinde Pate stand. Auf der Medaille ist er nach einer Vorlage an der Kanzel im Stephansdom in Wien dargestellt. Im Revers (Rückseite) sieht man das Wappen der Gemeinde Sankt Augustin mit der Umschrift „Sankt Augustiner Taler 1973“. Von dieser Zeit an erschien bis heute regelmäßig alle zwei Jahre ein weiterer Taler. Lediglich zweimal scherte man aus der gewohnten Regel aus: 1977 anlässlich der Stadtwerdung fertigte man zu dem normal erscheinenden Sankt Augustiner Taler 1977 eine Sonderprägung in Gold an, bei der auf der Vorderseite das Rathaus und auf der Rückseite das Wappen der Herren von Menden zusammen mit dem Datum 21. Oktober 1977 abgebildet ist . Die zweite Ausnahme stellt das Jahr 1982 dar, in dem man anlässlich des 5. Geburtstages der Stadt einen Goldtaler mit dem Motiv Rathaus und einen Silbertaler mit dem Motiv Kloster auf den Vorderseiten herausgab.
Konnte man die ersten sechs Medaillen lediglich auf der Rückseite durch die jeweilige Jahreszahl unterscheiden, so begann man 1985 die Vorderseite mit einem stets wechselnden Motiv zu zieren, während die Rückseite – versehen mit der jeweiligen Jahreszahl und dem Stadtwappen – unverändert bleibt.
Man versuchte, bei der Auswahl der Motive auf die einzelnen Stadtteile Sankt Augustins einzugehen. 1985 begann man mit Schloss Birlinghoven, es folgten 1987 Yrsa von Leistners Kunstwerk „Wiederkehrender Augustinus“, 1989 die „Alte romanische Kirche Menden“, 1991 „Die Nachbarbücher“, 1993 der „Lindenhof“ in Mülldorf, 1995 der Flugplatz in Hangelar, 1997 anlässlich 20 Jahre Stadt die „Stadtsäule“, ein Kunstwerk von Johannes Reinarz auf dem Karl-Gatzweiler-Platz, und 1999 anlässlich 30 Jahre Name Sankt Augustin die Putten, die den alten Türbogen der früheren Bürgermeisterwohnung des Amtes Menden zierten sowie der Schriftzug „30 Jahre kommunale Neugliederung Sankt Augustin“.
Inzwischen misst der Sankt Augustiner Taler nur noch 35 mm, wiegt nunmehr 20 Gramm, besteht immer noch aus 999,9 Feinsilber ist bei der Raiffeisenbank Sankt Augustin erhältlich. Die Stadt Sankt Augustin hat jeweils ca. 30 Stück zur Verfügung, die zum Zwecke der Verleihung an verdiente Bürgerinnen und Bürger dienen.
Übrigens: Anlässlich einer Goldenen Hochzeit verschenkt der Bürgermeister eine Sonderprägung des Talers.
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