Mit Fotos der wichtigsten Gebäude (z. B. Institutionen, Schulen, Bebauung usw.), Plätze und Straßen erstellt die Gemeinde Sankt Augustin eine Broschüre, mit der sie ihre Stadtrechte einfordert.
 

Download der Originalbroschüre “Die Gemeinde Sankt Augustin beantragt die Stadtrechte” (4200 kB, PDF)

 

Unter der Überschrift „I.Die Entwicklung der Gemeinde Sankt Augustin seit 1969 im Überblick”
werden zunächst folgendermaßen die Errungenschaften und Vorzüge von Sankt Augustin aufgelistet: „Die Gemeinde Sankt Augustin ist durch das Gesetz der kommunalen Neugliederung des Bonner Raumes ... entstanden. Aus den ehemaligen amtsangehörigen Gemeinden des Amtes Menden hat sich eine Großgemeinde entwickelt, die für ihre Bürger ein hohes Maß an Lebensqualität bereit hält und die heute als leistungsfähige Mittelstadt angesehen werden kann.
Sankt Augustin gehört nach der Landesplanung zur Ballungsrandzone zu den Ballungskernen Bonn und Köln...

Am 31.01.1977 zählte die Gemeinde 46.574 Einwohner (davon 3.258 mit zweitem Wohnsitz) auf einer Fläche von 34,22 km². Die sich hieraus ergebende Bevölkerungsdichte ist die zweitGrößte im Rhein-Sieg-Kreis.

Bis zum 2. Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl nur geringfügig. Mit der Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben sowie dem Entstehen einer großen Anzahl von Behörden und Institutionen im Gemeindegebiet setzte neben dem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahl auch ein Strukturwandel bei den Beschäftigen ein. Heute ist der Anteil der in der Landwirtschaft Tätigen gegenüber den Beschäftigten in Industrie, Gewerbe und im Dienstleistungsbereich verschwindend gering.

Ein Überblick über die bestehenden Gewerbe- und Industriegebiete zeigt, dass die Gemeinde in Folge einer gezielten Industrieansiedlungspolitik mit Erfolg versucht hat, eine bunte Mischung von Arbeits- und Wohnplätzen zu bekommen und gleichzeitig auch eine quantitative Auslese zu treffen.
Angefangen von der alteingesessenen Gießerei Winkler & Dünnebier über Werke wie die Hennecke GmbH, eine Maschinenfabrik im Bayer-Konzern, und zahlreichen Unternehmen in den neu erschlossenen Gewerbegebieten findet sich hier ein breit gefächertes Arbeitsangebot.
Ein Zeichen der modernen Entwicklung dieser Gemeinde ist es, dass hier drei Große Computeranlagen stehen und die nächste Computergeneration mit aus der Taufe gehoben wird. Bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, entstanden auf dem Gelände des Birlinghovener Schlosses, bemühen sich mehr als 100 Wissenschaftler um neue Methoden der Datenerfassung und Datenverarbeitung. Ein Elektronengehirn der Bundeswehr, das das gesamte Material der Bundeswehr erfasst und verwaltet, wird in Sankt Augustin bedient.

Die Gemeinde ist sowohl im Fernverkehr als auch in der Nahverkehrsanbindung auf Strasse, Schiene und in der Luft optimal ausgestattet. Sie verfügt über ein voll ausgebautes OrtsStraßennetz. Das bebaute Gemeindegebiet ist überwiegend kanalisiert und voll beleuchtet. Das Kinderkrankenhaus im Gemeindezentrum versorgt das gesamte Kreisgebiet. Die Gemeinde verfügt über 2 Gymnasien, 1 Realschule, 3 Hauptschulen, 8 Grundschulen und 1 Sonderschule. 2 Schulzentren genügen den modernsten Anforderungen. Einrichtungen für Theater und Konzertveranstaltungen stehen in der Aula des Rhein-Sieg Gymnasiums (Sankt-Augustin-Theater mit 600 Plätzen), der Aula der Hauptschule Niederpleis, den Räumen des Völkerkundlichen Museums und des Schlosses in Birlinghoven zur Verfügung. Ein umfangreiches Theater- und Konzertprogramm sorgt jährlich für ein vielseitiges Kulturangebot. In den letzten Jahren ist schließlich ein Ortskern als Verwaltungs-, Kultur- und Geschäftszentrum mit städtischem Gepräge entstanden.“

Soweit die Selbsteinschätzung der Gemeinde Sankt Augustin kurz vor Erlangung der Stadtrechte.