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Der Stadtteil Menden muss zusammen mit Niederpleis als älteste Siedlung des Sankt Augustiner Stadtgebietes angesehen werden. Urkundlich erstmals erwähnt wird er in der sogenannten Gründungsurkunde von Anno II. um 1070, in der er der Abtei Siegburg Besitz und Rechte des Kölner Domstiftes zu „Menedon“ überträgt. Sowohl archäologische Funde als auch die sprach- wissenschaftliche Interpretation der Endung „don“ weisen auf eine Gründung im 5. bis 6. Jahrhundert vor Christus hin. Die Endung „don“ steht für einen umzäunten Ort. Menden entstand an einer Flussschleife der Sieg am Rande der Niederterrasse, die schon früh agrarisch genutzt wurde. Es entstanden zwei Wohnsiedlungen: zum einen Obermenden und etwas weiter flussabwärts Niedermenden, die auch erst im 20. Jahrhundert zusammengelegt wurden.
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Mit seinen 10548 Einwohnern, darunter über 5000, die in den letzten drei Jahrzehnten zuzogen, stellt Menden ein Sankt Augustin im kleinen dar: Alt und Neu wuchsen in einer Art zusammen, die für die junge Stadt typisch wurde. Im historischen Dorfkern rund um die Pfarrkirche St. Augustinus stehen liebevoll restaurierte Fachwerk- und Backsteinbauten, die an die Zeiten erinnern, als es noch ein Ober- und ein Niedermenden gab. In das Bild eingefügt bleiben soll der alte Friedhof, den die Stadt in den letzten Jahren zu einer Erinnerungs- und Parkanlage umgestaltet hat. Der Kontrast: Im südlichen Menden beherrschen moderne Einfamilienhäuser mit dem Kaiserbau-Hochhaus in der Mitte das Bild. Traditionen werden in Menden besonders gepflegt. Das gilt nicht nur für die 350 Jahre alte Schützenbruderschaft und für Vereine, deren Ursprünge im vorigen Jahrhundert liegen. Die Altstadt-Gemeinschaft packt handfest mit an, wenn es gilt, Überkommenes zu erhalten. Sichtbarer Beitrag dieses Engagements unter fachkundiger Leitung: die freigelegten Fundamente der alten Kirche am Ehrenmal. Mit zu Menden gehörig sind die beiden Gewerbegebiete Menden-West und Menden-Ost, wo z.B. BMW, Metro, McDonalds, Asgard-Verlag, ALDI, Dolorgiet GmbH, das Rechenzentrum der Kreissparkasse und vieles anderes zu finden ist. Übrigens: Es stimmt mitnichten, dass der Name der Stadt Sankt Augustin mit der Mendener Pfarrei St. Augustinus in Verbindung zu bringen ist. Die Namensgebung hängt einzig und allein mit der Niederlassung der Steyler Missionare zusammen.
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