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Der Ort Buisdorf ist wahrscheinlich zur Zeit der fränkischen Landnahme im 6. Jahrhundert entstanden. Darauf weist sprachwissenschaftlich nicht zuletzt die Endung der Siedlung auf „-dorf“. Er liegt am linken Siegufer am Rande der Niederterrasse. Buisdorf wird urkundlich zum ersten Mal erwähnt als „Bodestorp“ im Bonner Traditionskodex von 722/723 (Besitz des St. Cassius-Stiftes in Bonn). In den ältesten rheinischen Urkunden wird das Wort „Dorf“ stets für das lateinische „villa“ eingesetzt und weist „auf den grundherrlichen Charakter dieser Siedlungsanlagen“, bestehend aus Herrensitz, Wohnungen des Gesindes und der abhängigen Bauern sowie Scheunen und Vorratshäusern hin. Im Ortsnamen „Buisdorf“ befindet sich der Personenname „Bodi“ oder „Bosi“. Der Name weist höchstwahrscheinlich auf die Siedlungsgründer bzw. die Grundherren hin. Die Schreibweise bzw. der Name der Siedlung wird durch die Jahrhunderte in vielen Schreibvarianten überliefert, z. B. 1071 als „Bozenlohe“ oder 1159 als „Bosestorp“ (Henseler).
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Der geschichtsträchtige Verkehrsweg von den Niederlanden nach Österreich, mit dem Übergang über die Sieg, rückte schon früh in das historische Bewusstsein. Dieses alte Buisdorf stellt sich in zahlreichen betagten Backstein- und Fachwerkhäuser dar. Besonders erwähnenswert ist die unter Denkmalschutz stehende Scheune des ehemaligen Zissendorfer Hofes, einem Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, die zu einem der ehemals drei großen alten Höfe in Buisdorf gehörte. Um diesen historischen Kern gruppierten sich Ein- und kleine Mehrfamilienhäuser. Mitte der siebziger Jahre gestaltete die Stadt den Markt mit der Kirche St. Georg und dem Ärztehaus neu. Er wurde zum Mittelpunkt des Dorflebens. Bedingt durch den Ausbau der Autobahn A560 in Richtung Hennef sowie der Erstellung einer Unterführung unter der Eisenbahnlinie Köln – Au/Sieg wurden die Belastungen, die der steigende Verkehr mit sich brachte, auf ein verträglicheres Maß reduziert. Etwas außergewöhnliches findet man am Buisdorfer Siegufer unterhalb des alten Fährhauses. Das Land Nordrhein-Westfalen hat unter finanzieller Beteiligung der Fischvereine des Rhein-Sieg-Kreises vor einigen Jahren die sogenannte Fischaufstiegsanlage in Buisdorf errichtet. Die Wasserqualität nicht nur der Sieg, sondern auch anderer Flüsse hat sich in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Die Anlage in Buisdorf erreicht, dass fortpflanzungswillige Fische zu ihren Laichplätzen gelangen können. Die Anlage und die Arbeit an ihr können auch besichtigt werden.
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